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OLED ist immer noch eine gute Wahl für Liebhaber der Bildqualität, aber es ist wichtig, einige Nuancen zu beachten
OLED gilt als einer der größten Fortschritte in der Bildschirmtechnologie für Verbraucher – es liefert tiefe Schwarztöne, hohen Kontrast und genaue Farbwiedergabe.
Doch auch die Spitzentechnologie ist nicht ohne Nachteile. Die BGR-Experten haben die wichtigsten Nachteile von OLED-Fernsehern analysiert, die Sie vor dem Kauf unbedingt beachten sollten.
Kürzere Lebensdauer
Ein guter Fernseher sollte mindestens zehn Jahre halten, aber OLED-Modelle sind anderen Bildschirmtypen in der Regel unterlegen. Ihr Zustand wird durch Hitze, starke Beanspruchung und Feuchtigkeit beeinträchtigt.
Es wird geschätzt, dass solche Panels eine gute Bildqualität für etwa 4 bis 10 Jahre beibehalten können, danach ist eine Verschlechterung möglich. Und wenn man rund um die Uhr fernsieht, können OLEDs bereits einige Jahre nach dem Kauf Probleme wie Einbrennen aufweisen.
Das Risiko des Einbrennens ist immer noch aktuell
Das Hauptproblem, das OLED-Fernseher seit der Einführung der Technologie plagt, ist das Einbrennen – der „Pixel-Einbrenn-Effekt“. Er entsteht durch ungleichmäßige Abnutzung der organischen Dioden, insbesondere wenn statische Elemente wie Logos oder Laufschriften über einen längeren Zeitraum auf dem Bildschirm angezeigt werden.
Obwohl moderne Modelle „Pixel-Refresh“-Technologien verwenden, sind Experten der Meinung, dass das Einbrennen eher eine Frage des „Wann“ als des „Ob“ ist.
Probleme mit der Textverständlichkeit
Trotz der hervorragenden Bildqualität können OLED-Panels Textinhalte schlecht darstellen. Das als „Textsaum“ bekannte Phänomen ist auf die Art und Weise zurückzuführen, wie die Subpixel angeordnet sind, was manchmal Farbsäume an den Rändern der Buchstaben verursacht.
Neue hochauflösende Modelle lösen das Problem zwar teilweise, aber Nutzer, die empfindlich auf Textsäume reagieren, sollten sich für Bildschirme mit mindestens 4K entscheiden.
Hoher Preis und teure Reparaturen
OLED-Fernseher gehören in der Regel zu den teuersten Fernsehern auf dem Markt. Ein 55-Zoll-OLED-Fernseher vom Typ Samsung S95F kostet beispielsweise rund 1899 US-Dollar, während ein ähnlich ausgestatteter Mini-LED-Fernseher rund 1199 US-Dollar kosten kann.
Außerdem sind Reparaturen an OLED-Fernsehern oft teurer – oft muss sogar das gesamte Panel ausgetauscht werden.
Begrenzte Helligkeit und schwierige Verwendung im Freien
OLED eignet sich hervorragend für dunkle Szenen, ist aber in Bezug auf die maximale Helligkeit anderen Technologien unterlegen. In sonnigen Räumen oder im Freien kann der Bildschirm dunkler erscheinen und Blendungen können die Anzeige beeinträchtigen.
Ein weiteres Risiko sind Hitze und Feuchtigkeit, die den Abbau der organischen Dioden beschleunigen können.